{"id":23,"date":"2015-03-02T15:56:12","date_gmt":"2015-03-02T14:56:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.babbelarium.de\/wordpress\/wordpress\/?page_id=23"},"modified":"2016-09-07T21:17:31","modified_gmt":"2016-09-07T20:17:31","slug":"die-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.babbelarium.de\/wordpress\/die-geschichte\/","title":{"rendered":"Die Geschichte"},"content":{"rendered":"<h2>\u00dcber Babbelarium<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Babbelarium ist die Manufaktur hinter den Wunderseifenblasen von Peter und Pat Seifenblasen und nat\u00fcrlich von Peter Pan, dem Seifenblasenmann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er hat das Wunderseifenblasen-Gel entwickelt, und er ist es selbst, der sie hier in seiner Manufaktur herstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<h2><strong>Die Geschichte von Peter Pan Seifenblasenmann<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war als Kind immer schon Leader einer Bande. Mit sieben Jahren begann es mit einer Gruppe von Kindern, die ich anf\u00fchrte. Mein Vater war Offizier beim Milit\u00e4r. Damals hatte das Milit\u00e4r neue M\u00fctzen eingef\u00fchrt, wodurch sehr imposante milit\u00e4rische Kopfbedeckungen \u00fcberfl\u00fcssig wurden. Ich bekam jede Menge Offiziersm\u00fctzen, mit denen ich die sieben- bis achtj\u00e4hrigen Mitglieder meiner Bande ausstattete.<br \/>\nSeither kontrollierten vor dem Eingang zu unserem Haus immer zwei kleine milit\u00e4rische Wachtposten, wer ein- und ausging \u2013 wir spielten nat\u00fcrlich Kaserne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war sehr verspielt als Kind, immer mit irgendwelchen Spielen besch\u00e4ftigt \u2013 und das ist mir geblieben, mein ganzes Leben bin ich am Spielen. Das war f\u00fcr meinen Vater sehr schlimm, sein gr\u00f6\u00dfter Vorwurf war immer: Du machst nichts Ernsthaftes, du bist nur mit Spiel und Spa\u00df besch\u00e4ftigt.<br \/>\nAber eigentlich ist dieser Spa\u00df eine ganz seri\u00f6se Sache. Ich finde, es ist wichtig, diese Arbeit zu leisten, ansonsten w\u00e4re unser Leben ganz traurig und seri\u00f6s und es g\u00e4be kein Lachen und keinen Spa\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damals, als Kind schon, habe ich Seifenblasen gemacht mit den Fingern, so zwischen Daumen und Zeigefinger und nur mit Wasser und Seife. Da war es wichtig, das richtige Verh\u00e4ltnis zu finden zwischen Wasser und Seife. Ist die Mischung zu seifig, geht es nicht, ist zuviel Wasser drin, geht es auch nicht. Das waren die ersten Experimente mit dem Ziel, eine gut funktionierende Lauge zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1990 habe ich dann auf einem Stra\u00dfentheaterfestival Gary Thomas aus Amerika getroffen. Er hat ganz verr\u00fcckte gro\u00dfe Blasen gemacht. Ich war so bezaubert, dass ich ihn nach dem Festival zu mir nach Hause eingeladen habe. Es wurde ein richtiger Workshop daraus, eine Woche waren wir nur auf der Stra\u00dfe und mit Seifenblasen besch\u00e4ftigt. Im Gegenzug f\u00fcr die Enth\u00fcllung des Geheimnisses der Seifenblasen habe ich ihn zum Million\u00e4r gemacht: mit einem Gegengeschenk von drei Millionen Zloty. In heutigem Geld w\u00e4ren das etwa 200 Euro.<br \/>\nGary Thomas hat damals Business Science an der Columbia-Universit\u00e4t in New York studiert. Aber ein Foto von seinen Monsterseifenblasen in der Universit\u00e4tszeitung hat sein Leben v\u00f6llig ver\u00e4ndert: Aus ganz Amerika kamen Einladungen f\u00fcr seine Seifenblasen-Shows. Er hatte einen perfekten Job, und keine Zeit mehr zum Studieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wollte nat\u00fcrlich damit weitermachen, allerdings gab es damals die Seife, mit der man solche Blasen machen konnte, nur in Amerika. Ich musste sie mir schicken lassen. Das dauerte lange, und die Seife war so kostbar, dass ich sie nur f\u00fcr ganz spezielle Dinge im Theater einsetzen konnte. Aber keine andere Seife hat so gut funktioniert, und daher suchte ich Wege, um sie zu ersetzen. Ich habe dann ein chemisches Institut beauftragt, diese Seife zu analysieren und nachzubauen. Der Chemiker dort hat das auch gemacht, aber nat\u00fcrlich war es viel zu teuer. F\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Mengen w\u00e4re das ein gangbarer Weg gewesen, aber nicht f\u00fcr mich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann, im 21. Jahrhundert, war die amerikanische Seife pl\u00f6tzlich auch in Deutschland erh\u00e4ltlich. So begann ich, als ich 2002 nach Berlin kam, mich wieder sehr intensiv mit Seifenblasen zu besch\u00e4ftigen. Die Blasen waren enorm, ebenso wie die Gro\u00dfz\u00fcgigkeit des Berliner Publikums. Wenn es geregnet hatte, vervielfachte sich diese Gro\u00dfz\u00fcgigkeit noch, denn bei der hohen Luftfeuchtigkeit konnte man das Publikum mit noch gr\u00f6\u00dferen und langlebigeren Blasen erfreuen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch wollte ich die Seife selbst herstellen und nat\u00fcrlich auch ein bisschen verbessern. Nach einigen Experimenten mit Sp\u00fclmittel und verschiedenen Zus\u00e4tzen kam ich eines Tages auf den naiven Gedanken, einen bekannten Seifenkonzern zu bitten, mir einen Liter von ihrem Produkt ohne \u00fcberfl\u00fcssige Zus\u00e4tze zu schicken, also ganz ohne Farbstoffe und Parf\u00fcm. Diese gro\u00dfe Bitte packte ich in eine Mail an\u00a0 die Werbeabteilung dieses Konzerns. Schon am n\u00e4chsten Tag hatte ich einen netten Antwortbrief. Unter anderem hatte ich ihnen als m\u00f6gliche Gegenleistung angeboten, f\u00fcr ihr Produkt bei meinen Shows Werbung zu machen. Werbung! Was das betrifft, hat man mir ganz strikt verboten, das zu tun, daf\u00fcr haben die ja ihre Profis, nur denen vertrauen sie das an. Aber dieser Brief hatte dennoch eine gute Wirkung. Sie boten mir gleichzeitig an, mir 120 Flaschen ihres \u2013 fertigen \u2013 Produkts zu schenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer Woche kam ein Lastwagen mit 60 Flaschen auf einer Palette. Ich war ein bisschen entt\u00e4uscht; denn es handelte sich um das fertige Produkt \u2013 mit Farbstoff und Parf\u00fcm. Aber nat\u00fcrlich war es ein tolles Geschenk: 30 Liter sehr gute Seife.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach drei Wochen kam noch ein Laster, diesmal mit 600 Flaschen. Wieder geschenkt, wieder mit Transport vor die Haust\u00fcr. Diese Flaschen waren unverk\u00e4ufliche Muster, \u00fcbriggeblieben aus Werbeaktionen. Sie hatten schon ein paar Jahre im Lager gelegen \u2013 wahrscheinlich in zwei verschiedenen Lagern \u2013 und man konnte sie nicht mehr loswerden.<br \/>\nVielleicht war ich f\u00fcr sie ein Engel, der ihnen erm\u00f6glichte, ihr schlechtes Gewissen loszuwerden. Und nat\u00fcrlich ist dank diesem Geschenk ihr Absatz gestiegen, denn alle Leute, die ich geschult habe, nutzten auch dieses Produkt. So habe ich jede Menge\u00a0 indirekte Werbung gemacht.<br \/>\nInsofern war das ein sehr vern\u00fcnftiges Verhalten dieses Konzerns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In meiner ganzen Bude standen die Kisten mit dieser Seife, 660 Flaschen; verbraucht habe ich zwei Flaschen pro Woche. Ich war also auf ein paar Jahrzehnte, vielleicht f\u00fcr mein ganzes zweites Leben versorgt.<br \/>\nZu dieser Zeit machte ich mir gerade gro\u00dfe Sorgen um meine Altersvorsorge, denn ich hatte keine Rentenversicherung oder so etwas.\u00a0 Und pl\u00f6tzlich war das Lager voll mit dem Ausgangsprodukt f\u00fcr ein Seifenblasenunternehmen. Ich begann also damit, die Seife weiterzuentwickeln, mit Hilfe des Internets und der Praxis zu lernen. Das Ziel sind Seifenblasen, die gr\u00f6\u00dfer, haltbarer und so einfach herzustellen sind, dass auch die gr\u00f6\u00dften Freunde der bunten Blasen, die kleinen Kinder, sie leicht selbst machen k\u00f6nnen.<br \/>\nDas jetzige Konzentrat, mit dem ich arbeite und das ich auf der Internetseite anbiete, ist schon das f\u00fcnfte Rezept.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ist das Gesch\u00e4ft entstanden, Pat kam hinzu, stand mit mir auf der Stra\u00dfe, hat die Etiketten gemacht f\u00fcr die Seife und dann haben wir angefangen, die Seife und auch unsere selbst entwickelten Instrumente zu verkaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Peter Pan<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber Babbelarium Babbelarium ist die Manufaktur hinter den Wunderseifenblasen von Peter und Pat Seifenblasen und nat\u00fcrlich von Peter Pan, dem Seifenblasenmann. 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